Gastbeitrag von Ren’e Schneider

O f f e n e r   B r i e f

1.) Amokfahrt in Recklinghausen, 20. Dezember 2018, 1 Tote, 6 Verletzte;
2.) Amokfahrt in Bottrop/Essen, 1. Januar 2019, 8 Verletzte.

Sehr geehrter Herr Minister Reul!

Der Mann hatte die „klare Absicht, Ausländer zu töten“, so werden Sie im Internet zitiert,  https://www.pnn.de/bottrop-und-essen-behoerden-behandeln-amokfahrt-als-terroristischen-anschlag/23817538.html

Gemeint ist der Fall aus Bottrop, während der viel schlimmere Fall aus Recklinghausen wenige Tage zuvor nur ein paar Schlagzeilen in den Lokalmedien wert war:

URL: https://www.recklinghaeuser-zeitung.de/staedte/recklinghausen/45657-Recklinghausen~/Hertener-Strasse-Staatsanwalt-geht-von-Toetungsabsicht-aus;art1000,2287542

URL: https://www.derwesten.de/region/recklinghausen-auto-menschenmenge-festgenommen-id216062261.html

URL: http://www.pi-news.net/2018/12/recklinghausen-bosnischer-selbstmoerder-faehrt-in-menschengruppe/

Das Todesopfer des mutmaßlichen Mörders in Recklinghausen war eine 88-jährige Frau, und deutsche Rentnerinnen haben in Deutschland leider (sic!) eine sehr viel kleinere Lobby als zum Beispiel Frau Merkels geschätzte Gäste, Mohammedaner oder andere Minderheiten!

Allerdings ist das nicht der Hauptgrund für diesen offenen Brief an Sie, Herr Minister, der liegt vielmehr ein paar Jahre zurück und in Hamburg, dort wurde nämlich am Heiligabend des Jahres 2002 ein Einbrecher erschossen, und zwar von einem Polizisten. Noch in derselben Nacht, kurz nach dem Todesschuß, hatte der damalige Innensenator Ronald Schill („Partei rechtsstaatlicher Offensive“) mit dem Polizisten gesprochen und sich dann schützend vor ihn gestellt. Schills persönlicher Referent Marc März sagte damals dazu: „Für uns hat zunächst stets die Unschuldsvermutung zu gelten. Wenn sich herausstellen sollte, dass der Beamte nicht korrekt gehandelt hat, muss er die Konsequenzen tragen.“

So falsch es war, wie intensiv Herr Schill sich damals schützend vor seinen Beamten stellte, so richtig war der damit verbundene Hinweis auf die gesetzliche Unschuldsvermutung, und einen solchen Hinweis – und kein Wort mehr – hätte ich von „meinem“ Innenminister in meinem Heimatland Nordrhein-Westfalen zu dem Fall in Bottrop und Essen erwartet!

Sie haben mich – unter rechtsstaatlichen, unter allgemeinen politischen und insbesondere unter menschlichen Gesichtspunkten – gestern sehr schwer enttäuscht, Herr Reul.

Hochachtungsvoll

Quelle/URL: http://www.Schneider-Institute.de/27258.pdf

Mit freundlichen Grüßen!
René Schneider Seminare
Breul 16
48143 Münster
Telefon (02 51) 3 99 71 61
Telefax (02 51) 3 99 71 62
URL: http://www.muenster-seminare.de/
E-Mail: Schneider@muenster.de
USt-IdNr.: DE198574773

Mit freundlichen Grüßen!
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