Bürgermeister-Kandidatin IV-Erfolg durch „Remmidemmi“

So titelte das Magazin „Herten-Erleben“ das Portrait der Bürgermeisterkandidatin Jutta Becker.

In ihrer unnachahmlichen Art sprach „WIR in Herten Vorsitzende“ Jutta Becker mit der Redaktion des Online-Magazins „Herten-Erleben“.

06.05.2016

Bürgermeister-Kandidatin Jutta Becker (WIR IN HERTEN) im Porträt

Seit elf Jahren ist Jutta Becker nun politisch aktiv. Den Einstieg fand sie durch ihren Nachbarn, der ihr sagte, dass sie perfekt in die Politik passen würde. Angefangen in einem Ortsverein gründete Becker bald selber zwei: den der Schill-Partei und den der rechtspopulistischen Pro Bürger-Partei. Heute steht sie für „WIR IN HERTEN“ und sitzt im Hertener Rat.

Jutta Becker sitzt am Tisch und lacht. Sie ist weder nervös noch ernst während des Gespräches. „Man darf sich selber nicht zu ernst nehmen“, so die 64-Jährige. Und das scheint sie auch auf die bevorstehende Bürgermeisterwahl zu beziehen. „Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ich Bürgermeisterin werde. Ich mache das nur, um die SPD unter 50 Prozent zu bringen und so für eine Stichwahl zu sorgen.“ Jutta Becker ist der Meinung, dass eine Regierung, die über 60 Jahre verweilt, der Stadt nichts Gutes mehr bringen kann. „Außerdem ist die Vetternwirtschaft in Herten zu groß, da hat man keine Chance. Die SPD hat ein stabiles Netzwerk, das sich mit voller Kraft zur Wehr setzt.“ Würde sie doch gewählt, würde sie erst einmal ein dreitägiges Stadtfest mit Freibier steigen lassen. „Ich will Erfolg durch Remmidemmi“, sagt Becker und lacht über ihren Witz.

Neue Arbeitsplätze durch gute Werbung

Doch auch ernstere Themen sind ihr wichtig. „Was mich wirklich bedrückt, ist die Tatsache, dass die Jugendlichen nicht mehr die gleichen Möglichkeiten haben wie ich früher. Ich meine, ich konnte mir aussuchen, wo ich arbeiten möchte, konnte den Job ohne Probleme wechseln. Ich hatte ein interessantes Leben. Heute ist das so nicht mehr möglich.“ Die gelernte Industriekauffrau hält das Drehen an der Steuerschraube für den falschen Weg, um Arbeitsplätze zu schaffen. „Natürlich können auch nicht alle Arbeitsplätze, die durch den Wegfall der Zechen verloren gegangen sind, wiederhergestellt werden. Aber man sollte wenigstens versuchen, ein paar Hundert zu schaffen. Eine gute Werbung, um die Handwerksbetriebe anzulocken, wäre da ein erster guter Schritt.“

Mehr Polizeipräsenz für höhere Sicherheit

Eigentlich ist die Mutter einer Tochter und Oma zweier Enkelkinder ein friedliebender Mensch, bezeichnet sich selber als bodenständige Person, die gerne lacht. Doch kommt das Thema Ausländer und Flüchtlinge zur Sprache, sieht man Jutta Becker schnell eine gewisse Anspannung an. „Früher war der Umgang mit Ausländern ganz normal und unkompliziert, man konnte frei sprechen. Heute geht man über die Straße, wird bedroht und nicht mehr wahrgenommen. Vor allem die Dominanz der männlichen Jugendlichen ist erschreckend. Würde der Anteil der Ausländer sinken, würde hier alles besser werden.“  Wir sie gewählt, dann würde sich Jutta Becker um mehr Sicherheit auf den Straßen bemühen. „Das geht nur durch mehr Polizeipräsenz. Da darf man nicht sparsam sein.“  Sie sieht die generelle Problematik darin, dass der Staat die Kontrolle verloren hat. „Die Bundesregierung muss endlich mal härter durchgreifen, damit hier nicht bald Zustände wie in Frankreich oder Belgien herrschen.“ Ginge es nach Jutta Becker, würde sie erst einmal genau überprüft, wer Anrecht auf Einwanderung nach Deutschland hat und ansonsten eine Abschiebung durch die Landesregierung erzwingen.

Überhaupt scheint Sicherheit ein großes Thema für die gebürtige Gelsenkirchenerin zu sein. Gerade die Straßen in Herten machen ihr viele Sorgen. „Ich würde sofort die Straßen behindertengerecht umbauen lassen. Außerdem fehlen an vielen Stellen Markierungen. Sowas geht doch ruck zuck und kostet nicht viel Geld.“ Geld, das allerdings auch erst einmal aufgebracht werden muss. „Wir werden es nie schaffen, den hohen Schuldenberg alleine abzubauen. Ich sehe hier die Landes- und die Bundesregierung in der Pflicht, die die Kommunen besser ausstatten müssen. Die Errichtung einer „Bad Bank“ wäre die Lösung des Problems. Bei den Banken funktioniert das ja auch.“ Damit meint Jutta Becker, dass die Schulden auf die Landesregierung ausgelagert werden sollen.

Wettbewerb zur Zukunftsgestaltung

Auch für die Innenstadt und das Herten-Forum, das sie für eine einzige Katastrophe hält,  hat die Wahlhertenerin gezielte Pläne. „Die einzige Möglichkeit ist, dass die Stadtwerke das Gebäude des Herten-Forums kaufen. Sie sind solvent und können es gut vermarkten. Die Lage ist auch perfekt, wodurch sich Händler locken lassen. Außerdem könnte man dort auch beispielsweise die ARGE oder Ärzte unterbringen.“  Ihre Idee ist es, einen Wettbewerb zur Zukunftsgestaltung an Universitäten laufen zu lassen. „Wir haben doch viele kluge Köpfe – nur nicht in der Politik“, lacht Jutta Becker. „Und eigentlich ist Herten doch eine gemütliche Stadt mit sehr schönen Flächen wie dem Schloss, Schlägel & Eisen und und und. Jetzt fehlt nur noch die richtige Vermarktung.“

Text: Anna Roskosch

Fotos: Raphaela Willwerth

Quelle: http://www.herten-erleben.de/mitmachen/beteiligung-meinung/detail/erfolg-durch-remmidemmi-491.html

 

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