Friseur ja-Hundefriseur nein! Das ist hier die Frage

Wieder einmal gerät die Stadt Herten mit ihrer Entscheidung, einen Hundesalon zu verbieten, in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

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Frau Wüst hat im Stadtteil Herten-Disteln ein Ladenlokal angemietet in dem sich früher über Jahrzehnte einen Friseursalon befand. Sie baute das Ladenlokal um und investierte ihre Ersparnisse, um dort einen Hundesalon einzurichten. Da das Haus, in dem Frau Wüst bisher ihren Hundesalon betrieb verkauft wurde, war sie gezwungen, sich anderswo ihre Existenz zu sichern.

Nur sie hatte nicht damit gerechnet, dass die Stadt Herten die Eröffnung des Hundesalons nun rigoros verbietet.

Darauf wandte sich Jutta Becker sich an verschiedene Medien:

Provinzposse in Herten-Existenz vernichtet

28-29.8.15-YESTINA WÜST_0002In letzter Zeit häufen sich die, durch die Stadtverwaltung Herten, verursachten Skandale. Nach der sog. „Todestreppe an den Rathaus-Galerien“, rosa Parkscheibe und Parkscheibenregelung an der Kaiserstraße, welche alle in den Medien kritisch aufgegriffen wurden, nun das:

Yestina Wüst, eine Jungunternehmerin muss wegen Eigentümerwechsel ihren Hundesalon in einer ausgebauten Garage und ihre Wohnung in einem reinen Wohngebiet, den sie dort ca. 11 Jahre betrieb, aufgeben. Sie hat sich dort im Stadtteil Herten-Disteln und darüber hinaus einen Kundenstamm aufgebaut. Durch den Hausverkauf war Frau Wüst auch gezwungen eine andere Wohnung anzumieten.

Es ergab sich, dass Frau Wüst im gleichen Stadtteil ein Ladenlokal anmieten konnte, in dem u.a. seit vielen Jahren ein Friseur-Geschäft ansässig war. Voller Vorfreude ließ Frau Wüst das Ladenlokal, unter Aufbringung erheblicher finanzieller Mittel, für ihre Zwecke umbauen.

Eigentlich könnte man bis hier der Meinung sein-gut so.

Nun tritt die Stadt Herten in die Geschichte ein und untersagt die Eröffnung des Hundesalons.

Die Begründung der Stadt: Da es sich um ein reines Wohngebiet handelt und ein Hundesalon nicht der allgemeinen Nahversorgung diene, wird die Betreibung untersagt. Die Stadtsprecherin führt aus, dass ein Friseursalon dort schon grenzwertig war, ein Hundesalon geht gar nicht.

Da ich Mitglied des Stadtrates in Herten bin brachte ich dieses Thema in der letzten Ratssitzung (27.8.15) öffentlich zur Sprache. Der Bürgermeister sprach vorher über eine unbürokratische Vorgehensweise im Zusammenhang der Unterbringung von Asyl-Suchenden, es sei kein Problem auch Nutzungsänderungen und Bebauungspläne zu verändern.

Daraufhin ergriff ich das Wort und sagte: Herr Dr. Paetzel, Sie sagen, wie unbürokratisch die Stadt hier handelt, warum werfen sie der Frau Wüst mit ihrem Hundesalon dann Knüppel zwischen die Beine. Sie wissen doch wo das ist, das ist genau gegenüber, wo sie wohnen.

In der Sitzung wurde dann im „Nichtöffentlichen Teil“ verkündet, dass der Hundesalon nicht genehmigt wird.

Frau Wüst hat nun einen 2-jährigen Mietvertrag für das Ladenlokal zu stemmen plus Umbaukosten, hat kein Einkommen mehr, meldet gerade ihr Gewerbe ab und beantragt Hartz IV. Ob die Wohnung, welche Frau Wüst angemietet hat (60 m/2) von der ARGE anerkannt wird, steht in den Sternen.

Meiner Ansicht nach besteht hier ein dringender Handlungsbedarf diese Frau zu unterstützen.

Der Skandal ist der, dass eine pleite Stadt lieber Selbstständige auch noch in die „Pleite“ treibt, statt sich über eine selbstständige Frau zu freuen, die nicht auf Steuerzahlerkosten leben will.

Brisant ist auch, dass zur Zeit hier ein „Bürgermeisterwechsel“ in der SPD Stadt Herten vollzogen wird. Die einzige und wichtigste Aussage des schon jetzt „feststehenden“ neuen 28 jährigen SPD Bürgermeisters ist: er wolle jetzt die Stelle des Ehrenamtes des stellv. Bürgermeisters nutzen, um seinen Bekanntheitsgrad in Herten zu erhöhen bevor er dann 2016 als Bürgermeister „kandidiert“.

So, man höre und staune! Wie ehrlich, die Bürger sind das letzte, was ihn interessiert.

Eine breite, öffentliche Aufmerksamkeit kann sicher etwas zum Positiven verändern.

Deshalb bitte ich Sie dieses Thema aufzugreifen und die Hintergründe zu beleuchten.

Die betreffenden Berichte der Hertener Allgemeine hier:

https://www.hertener-allgemeine.de/staedte/herten/45699-Disteln~/Existenz-akut-gefaehrdet-Stadt-verbietet-Yestina-Wuests-Hundesalon;art995,1622985

https://www.hertener-allgemeine.de/staedte/herten/45699-Herten~/Angeblich-kein-Handlungsspielraum-Paetzel-verteidigt-das-Nein-zum-Hundesalon;art995,1625103

Mit freundlichen Grüßen

Jutta Becker

„WIR in Herten e.V.

Bürgermeister:

u.paetzel@herten.de

Auch verschiedene Soziale Medien diskutieren über den Vorfall. Hier die „Echten Hertener“:

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