Kostenexplosion

Stadt Herten bittet zur Kasse

Im Soge des allgemeinen Verfalls jeglicher Realität in der Politik, kann scheinbar die Stadt Herten nicht gegensteuern. Krampfhaft wird versucht, noch tiefer in die schon arg gebeutelten Taschen der BürgerInnen zu greifen! Angefangen mit einer Gaspreiserhöhungen von etwa 11 % und der Befürchtung, dass der kommende Winter noch schlimmer über die Stadt Herten hereinbrechen wird, sollen nun vier dauerhafte Arbeitsplätze (350.000 €) eingerichtet werden.

Was aber, wenn es diesmal oder in den nächsten Jahren keinen „Schnee-Tsunami“ gibt?

Vier Arbeitsplätze mehr entlasten natürlich die schlechte Arbeitslosenstatistik der Stadt Herten. Auch können diese auch ohne extreme Wettererscheinungen zur Verschönerung des Stadtbildes beitragen. Aber wer will das eigentlich ernsthaft? Die BürgerInnen , welche über die Abgaben und Gebühren automatisch zur Kasse gebeten werden, sicher nicht.

„WIR in Herten“ nimmt zur Thematik Stellung:

Drastische Kostensteigerungen für die Bürger

Ab 1. September 2011 werden die Gaspreise drastisch um ca. 11 % erhöht. Angeblich wegen verteuerter Weltmarktpreise. Ob hier die Verantwortlichen bei den Stadtwerken eine falsche Einkaufsstrategie gefahren haben, kann sicherlich der Aufsichtsrat klären und hinterfragen. Viele Bürger werden sich im nächsten Jahr wundern, was 11 % bedeuten. Bei nur 1000,– Euro Kosten für Gas im Jahr, werden noch zusätzlich 110,– Euro dazukommen. Aber nicht genug damit, so wurde in „geheimen“ Verhandlungen zwischen SPD und CDU eine drastische Erhöhung der Nebenkosten verankert. Was eigentlich gar nicht möglich sein dürfte, da es ja bei uns immer eine Gebührenrunde gibt, ist aber vollzogen worden. Die Bürger werden per „Dekret“ dazu verdonnert, für den Winterdienst (4 Mitarbeiter sollen ganzjährig neu eingestellt werden) zusätzlich nochmals 350.000,– Euro zu übernehmen. Das bedeutet pro Haushalt ca. 18,00 Euro pro Jahr. Bei Mehrfamilienhäusern natürlich weniger. Aber mal so eben die Bürger zu 350.000,– Euro Kosten zu verdonnern, weil im letzten Jahr die extremen Winterverhältnisse auch zu Salzmangel führten, lässt noch lange nicht den Schluss zu, dass wir jedes Jahr unter extremen verschärften Schnee- bzw. Frostperioden leiden müssen. In der freien Wirtschaft hätte man mehr Flexibilität aufgebracht. Tatsache aber ist, dass die Kosten bleiben. Geradezu selbstherrlich ist aber auch die Tatsache, im Rat einen Antrag auf Ende der Debatte bei diesem so wichtigen Punkt zu stellen, der die Bürger auf Dauer belastet. Der Antragsteller war der Fraktionsvorsitzende der CDU und die SPD machte auf mich dabei den Eindruck, diesen Punkt so schnell wie möglich gemeinsam abhaken zu wollen. Somit beschloss der Bürgermeister, mich nicht mehr dazu Stellung nehmen zu lassen. Laut einem Beschluss des Rates, muss jeder Antragsteller eine Gegenfinanzierung vorschlagen. Hier haben SPD und CDU dieses einfach der Verwaltung übertragen und die Bürger mit den Kosten belastet. Rechnet man die 11 % für Gas und ca. 2 % der Nebenkosten dazu, so müssen die Haushalte in den kommenden Jahren mit drastischen Lebenshaltungskosten durch Gebühren rechnen. Einige Entscheidungsträger haben sich wohl schon lange aus der Realität verabschiedet. Jutta Becker

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