„HAMAS-Parolen, Trialog mit Landrat Jochen Welt und Bischof Felix Genn“

 

 

 

wir_herten_logowaz-online-wegen-welt„WIR in Herten“ Ratsfrau Jutta Becker schreibt den in der Kritik stehenden Landrat des Kreises Recklinghausen (Staatsanwaltliche Ermittlungen gegen Welt sind in anderer Sache eingeleitet) im Zusammenhang mit der „Hass-Demo“ von HAMAS-Sympatisanten in Recklinghausen einen Brief!

WAZ-Bericht 02.02.09                                                                                                                                                  

 „Ein Holocaust-Leugner als Bischof und Lehrer ist unerträglich”

Landrat dachte über Kirchenaustritt nach

Kreis. Landrat Jochen Welt (61, SPD) hat die Rücknahme der Exkommunikation von vier Bischöfen scharf kritisiert. Sogar über einen Austritt aus der Katholischen Kirche dachte Welt nach:

„Die Ereignisse der letzten Tage machen wütend. Ich will nicht verhehlen, dass ein Kirchaustritt eine für mich durchaus denkbare Option dargestellt hat, schrieb Welt an Bischof Dr. Felix Glenn und bat: „Bitte nutzen Sie auch Ihre Kontakte nach Rom, um gegebenenfalls den Papst zu bewegen, selbst für Klarheit zu sorgen.”

„Es würde mir mein öffentliches Auftreten auch als Katholik sicherlich erleichtern, wenn Sie sich weiterhin und offensiv von der Auffassung und teilweise staatsanwaltschaftlich verfolgten Äußerungen distanzieren würden. Der Verbleib eines Holocaust-Leugners – vor allem als Hirte und Lehrer – in unserer Kirche ist für mich unerträglich”.

Hier sein Brief in Auszügen:

„Heute, am Holocaust-Gedenktag, möchte ich als Katholik zur Rücknahme der Exkommunikation der vier Bischöfe Stellung nehmen, die Papst Benedikt XVI. letzte Woche vorgenommen hat.

Selbstverständlich stehe ich zu dem Grundsatz der Vergebung. Wer irrte und seinen Irrtum einsieht und auf den Weg der Kirche zurückkehrt, sollte von der Kirche auch mit offenen Armen wieder aufgenommen werden. Was für Menschen gilt, die aus der Kirche von sich aus austreten, muss auch für solche gelten, die die Kirche ausgeschlossen hat.

Es geht mir allerdings um zwei Fragen in diesem Zusammenhang: Welche Bedeutung hat die Wiederaufnahme von Bischöfen, die das Zweite Vatikanische Konzil leugnen, für die Haltung und das Ansehen der Kirche nach Innen und Außen – und welche Bedeutung hat darüber hinaus die Tatsache, dass einer dieser Bischöfe, Richard Williamson, laut Medien-berichten „die Existenz von Gaskammern“ geleugnet hat?

In beiden Punkten habe ich große Zweifel, ob die Wiederaufnahme dieser Bischöfe ohne weitere Aussagen zu den Umständen ihrer Wiederaufnahme oder der Haltung des Papstes zu den von ihnen vertretenen Auffassungen und Absurditäten dem Ansehen des Papstes und der katholischen Kirche nützt.

Ich entnahm einem heute in der WAZ veröffentlichten Artikel, dass die Deutsche Bischofskonferenz sich bereits eindeutig von den Aussagen von Bischof Williamson distanziert hat, was ich sehr begrüße.

Sehr geehrte Herren Bischöfe,

in den 60er und 70er Jahren war ich zunächst als Ministrant, auf örtlicher Ebene als Leiter katholischer Jugendgruppen, als Diözesanjungenschaft der KJG und Vertreter der Kath. Jugend in öffentlichen Gremien meiner Kirche verbunden und habe sie – insbesondere auf Grundlage der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils – als Kirche gesehen und vertreten, die den Menschen nahe ist. Für mich waren die Jahre vor dem Konzil prägend und die Ergebnisse des Konzils entscheidend dafür weiter meiner Kirche verbunden zu sein.

Als Landrat des bevölkerungsreichsten Kreises Deutschlands, in dem nicht zuletzt deshalb überwiegend Katholiken leben, weil wir über Jahrhunderte zum Erzbistum Köln gehörten, habe ich meine Zugehörigkeit zur katho-lischen Kirche bei Kontakten mit verschiedenen, ihr nahestehenden Organi-sationen wie der Kolping-Familie oder der Katholischen Arbeitnehmer-bewegung immer deutlich gemacht und mich dazu bekannt.“

 

 

 

Herten, den 03.02.09

Betr.: „Landrat dachte über Kirchenaustritt nach“ (WAZ-03.02.09)

 

 

 

 

Sehr geehrter Herr Welt,

Durchaus habe ich Verständnis für die allgemeine Kritik an der Entscheidung des Papstes, die Exkommunikation von vier Bischöfen zurückzunehmen, zumal ein Holocaust-Leugner unter ihnen ist.

 Kein Verständnis habe ich jedoch, dass Sie sich als Landrat hier empört an die Medien wenden und Teile Ihres Schreibens an Bischof Dr. Felix Genn, in dem es u.a. heißt:…“wenn Sie sich weiterhin und offensiv von der Auffassung und teilweise staatsanwaltlichen verfolgten Äußerungen distanzieren….“

 Herr Welt, ich frage Sie:

Wo blieb Ihre öffentliche Empörung und Protest, als kürzlich vor Ihrer Haustür auf der Rathaustreppe von Jamal Karsli skandiert wurde: „Wir sind alle HAMAS!“?

Die HAMAS, von der EU seit 2003 als  terroristische Vereinigung eingestuft, versteckt  sich sogar hinter Frauen und Kindern.

Dies war auch auf der Demo zu beobachten, wo auch die Kinder in die vorderste Reihe platziert wurden. Hasstiraden wie „Tötet alle Juden“ hätten eine Zurechtweisung Ihrerseits hervorrufen müssen.Warum hat die Öffentlichkeit von Ihnen keine Stellungnahme zu der zutiefst antisemitischen Demo der HAMAS-Sympatisanten gehört?

 Mit freundlichem Gruß

 _________________________________

Jutta Becker-Vorsitzende

„WIR in Herten“                             

Kopie an die Presse

 

Antwort Jochen Welt (Landrat RE) : bitte durch Mausklick vergrößern!  

 

antwort-welt-hass-demo                                                                                                     

Daraufhin setzte sich die Vorsitzende von „WIR in Herten“ mit Weihbischof Felix Genn in Verbindung:

Sehr geehrter Herr Bischof,

da ich sehr erschüttert über den in der regionalen Presse veröffentlichten Artikel des Landrates des Kreises Recklinghausen Jochen Welt bin, in dem dieser veröffentlichen lässt, dass er Sie auffordert Papst Benedikt XVI in seinem Sinne zu beeinflussen.

Da in unserem Umfeld (Recklinghausen) vor drei Wochen eine unsägliche Demonstration antisemitischer, fanatischer Hamas-Sympatisanten stattfand, vermisse ich eine Distanzierung unseres Landrates gegen die Hass-Parolen gegen den Israelischen Staat und die Gemeinschaft der Juden speziell.

Dort wurden Parolen wie z.B. „Wir sind alle HAMAS“ und schlimmeres skandiert! Und das von z.B. einem Muslim türkischer Herkunft, der sogar in „Berlin“ mitspricht,  nämlich: Jamal Karsli!

Und das auf „Deutschen Plätzen und Straßen“!

Die Vorgänge in diesem Zusammenhang in den verschiedenen Städten unseres Landes sind Ihnen sicher bekannt.

Ich habe persönlich Strafanzeige gegen die Veranstalter und Teilnehmer der Demo in Recklinghausen eingereicht!

Eine klare Stellungnahme Ihrerseits wäre der Diskussion sicher dienlich!

Eine Antwort von Ihnen, würde mich erfreuen.

Mit freundlichem Gruß

Jutta Becker

_________________________________

Jutta Becker-Vorsitzende

„WIR in Herten“  

 antwort-weihbischof-franz-josef-overbeck-auf-schreiben-vom-0402094

 

 

 

 

 
 
 
 

 

 

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