05.10.2008-Solargeothermie!

Betr.: Antrag gemäß § 14 GO der Stadt Herten

 

Als Ratsfrau und Vorsitzende von „WIR in Herten e.V. bitte ich den Rat der Stadt folgenden Beschluss zu fassen:

 

Der Rat der Stadt Herten beauftragt die Verwaltung, zu prüfen, ob im Zuge der Rathaussanierung, eine Solargeothermie-Anlage wirtschaftlich zum Einsatz kommen kann.

 

Begründung:

 

In Zeiten der ausufernden Energiepreise auf nationalen und internationalen Märkten und aufgrund von Empfehlungen von anerkannten Fachleuten, ist es dringend geboten, Verfahren der Energiegewinnung einzusetzen, die die Umwelt schonen und den Verbrauch fossiler Energiequellen senken.

 

Die privaten Eigentümer wurden durch den Gesetzgeber verpflichtet, in Zukunft Energiepässe für Gebäude anfertigen zu lassen.

 

Öffentliche Gebäude sollten für die Bevölkerung, in Sachen Energieverbrauch als Beispiele und Anschauungsobjekte, vorbildlich sein.

 

Geothermie

Die Geothermie oder Erdwärme ist die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann, und zählt zu den regenerativen Energien. Sie kann sowohl direkt genutzt werden, etwa zum Heizen und Kühlen im Wärmemarkt (Wärmepumpenheizung), als auch zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in einer Kraft-Wärme-Koppelung. 

Geothermie in Verbindung mit der Solartechnik erreicht heute in privaten Neubauten einen sehr hohen Wirkungsgrad. Man spricht hier von „Null-Energiehäusern“ oder „Passivhäusern“.

In Spitzenzeiten wird nicht benötigte Energie in die öffentlichen Netze eingespeist, welche verpflichtet sind diese Kapazitäten, zum feststehenden Preis zu übernehmen.

Die Verwaltung wird aufgefordert, in Form einer langfristig angelegten „Kosten-Nutzen-Berechnung zu prüfen (evtl. unter Zuzug von Fachunternehmen), ob Rentabilität, bei Umsetzung von Einsatz der Solargeothermie für das Rathaus, zu Kosteneinsparungen und somit einer Entlastung des Haushaltes der Stadt Herten besteht.

Solartechnik bietet sich aufgrund der Dachform unseres Rathauses geradezu an, da hier die optimale Platzierung einer solchen Anlage gewährleistet ist.

Gleichzeitig rege ich in diesem Zusammenhang an, bei anfallenden Sanierungsarbeiten, an allen öffentlichen Gebäuden den Einsatz von Solargeothermie zu favorisieren und nach Möglichkeit umzusetzen.

Finanzielle Auswirkungen:

Jedermann ist bekannt, dass fortschrittliche Technologien erst einmal höhere Kosten verursachen, als herkömmliche, teilweise aber veraltete Verfahren zur Energieverwertung. Deshalb sollte hier eine Kalkulation im Zeitraum von 20-30 Jahren erfolgen.

Zeigt Gazprom und Konsorten einfach die „Rote Karte“ und sichert unseren Nachfahren eine selbstbestimmte Zukunft!  

 

 _________________________

Ratsfrau Jutta Becker

Vorsitzende „WIR in Herten“

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