Verfassungsschutzbericht NRW 2010 über MLPD

Es kann doch sehr interessant sein, einmal nachzusehen, was hinter den auf der politischen Plattform vertretenen Bewegungen/Parteien verborgen ist. Da es, besonders in der letzten Zeit, im Zusammenhang mit dem geplanten “Moschee-Neubau” der Ditib in Herten immer wieder Wortmeldungen aus dem Linken/extrem Linken Spektrum (MLPD/LINKE/AUF) in der örtlichen Presse gab und ein “Bündnis für Demokratie” gegen eine Demo der “Pro NRW” geschmiedet werden soll, wobei hier die genannten Antifa-Aktivisten federführend auftreten, gibt ein Blick in den aktuellen Verfassungsschutzbericht des Landes NRW Informationen, die ohne weiteres nicht jedem zugänglich sind.

Übrigens kann der Bericht der Verfassungsschutzbehörden von jedem Bürger kostenlos vom Innenministerium des entsprechenden Bundeslandes angefordert werden.

Heute stellt “WIR in Herten” an dieser Stelle den Auszug über die MLPD (Marxistisch-Leninistische-Partei-Deutschlands) zur Verfügung.

Fortsetzung folgt

4.1.3 Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)

Gründung 1982

Sitz Gelsenkirchen

Vorsitzender Stefan Engel

Nebenorganisationen ‘Rebell*’ und ‘Rotfüchse*’ (Jugend- bzw. Kinderorganisation der MLPD)

Vorfeldorganisationen Zahlreiche Gruppierungen mit nomineller Eigenständigkeit dienen der Partei als struktureller Unterbau, darunter

der ‘Frauenverband Courage e.V.*’ und die kommunalen

Wahlbündnisse ‘AUF*’

Mitglieder Bund NRW

2010 ca. 2.000 ca. 650

2009 ca. 2.000 ca. 650

Publikationen ‘Rote Fahne’ (RF)

Internet Die Partei verfügt über eine umfangreiche Internetprä-

senz; ‘Rote Fahne News’ als Online-Nachrichtenmagazin

Hintergrund und Verfassungsfeindlichkeit

Die 1982 aus dem ‘Kommunistischen Arbeiterbund Deutschlands’ (KABD) hervorgegangene ‘Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands’ (MLPD) bekennt sich

nach wie vor zu den Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao Tse-tung und

verbindet nach eigener Aussage „den Kampf um die Forderungen der Arbeiter- und

Volksbewegungen mit dem Ziel der internationalen sozialistischen Revolution“. Die

Zielsetzung der MLPD ist durch eindeutig verfassungsfeindliche Aussagen geprägt.

Ziel: Revolution, Diktatur des Proletariats, Kommunismus

Bereits die Präambel in den Parteistatuten verdeutlicht dies:

„Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) versteht sich

als politische Vorhutorganisation der Arbeiterklasse in Deutschland. Ihr

grundlegendes Ziel ist der revolutionäre Sturz der Diktatur des Monopolkapitals und die Errichtung der Diktatur des Proletariats für den Aufbau des

Sozialismus als Übergangsstadium zur klassenlosen kommunistischen

Gesellschaft“.

Die angestrebte Gesellschaftsordnung soll durch eine Revolution erreicht werden,

in deren Verlauf sich die „Arbeiterklasse unter Führung ihrer Partei [gemeint ist die 134

MLPD] zum bewaffneten Aufstand erheben, den bürgerlichen Staatsapparat zerschlagen, die Diktatur des Proletariats errichten und gegen die Konterrevolution verteidigen“ müsse.

In einem „15 Punkte Programm“ der Partei wird ausgeführt: Es „muss die Herrschaft

der internationalen Monopole gestürzt und der Sozialismus aufgebaut werden. Nicht

nur in Deutschland: Den vereinigten sozialistischen Staaten der Welt gehört die Zukunft.“

Im Parteiprogramm der MLPD wird dies konkretisiert: „Der Sozialismus stellt eine

Übergangsgesellschaft vom Kapitalismus zum Kommunismus dar.“ Erforderlich sei

ein „systematischer ideologisch-politischer Kampf um das sozialistische Bewusstsein

zur Überwindung der bürgerlichen Ideologie“.

Aktionsschwerpunkte der MLPD

Das gesamte Aktionspotenzial der MLPD fußt auf dem geschlossenen marxistischleninistischen Weltbild einer klassischen kommunistischen Kaderpartei. Dies zeigt

sich auch in der dogmatisch unantastbaren Stellung des seit der Parteigründung

amtierenden Vorsitzenden. In Nordrhein-Westfalen verfügt die Partei über einen Landesverband.

Das Hauptaugenmerk der politischen Arbeit legt die Partei neben der Frauen- und

Jugendpolitik, die sie mit vermeintlich eigenständigen organisatorischen Gruppen

umzusetzen versucht, vorwiegend auf die Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit sowie

die Beteiligung an sozialen Protesten. Da sich die MLPD in einer fortdauernden Verfolgungssituation durch den Staat und seine Organe wähnt, agiert sie auf kommunaler

Ebene verdeckt. Hier unterstützt die Partei angeblich unabhängige Personenwahlbündnisse mit der Bezeichnung ‘AUF*’ (für: „alternativ, unabhängig, fortschrittlich“),

die jedoch zum Teil personell mit der MLPD verflochten sind.

Die MLPD plädiert für eine „zentralistische Demokratie“. Nach ihrem Verständnis

bilden Gruppen vor Ort in den Kommunen, in Bürgerbewegungen, in Gewerkschaften,

Betrieben und Wohngebieten die „operativen Kräfte für die Gewinnung der Massen“.

Landtagswahl am 9. Mai 2010

Die MLPD hat sich nicht an der Landtagswahl beteiligt. Obwohl sie sich von der Partei

‘DIE LINKE*’ und der ‘Deutschen Kommunistischen Partei’ (DKP) wegen „reformeri-

scher“ bzw. „revisionistischer“ Politikansätze abgrenzt, hat sie eine Wahlempfehlung

für die Partei ‘DIE LINKE.NRW*’ abgegeben. Mit deren Wahlprogramm konnte sich

die MLPD identifizieren, da sie darin eine Alternative zu den herrschenden Macht- und

Eigentumsverhältnissen sah.

Ferner hat die Partei zur Unterstützung von Direktkandidaten der DKP in einzelnen

Wahlkreisen aufgerufen, obwohl – so die MLPD – die DKP für den gescheiterten

„realen“ Sozialismus in der DDR steht und sie sich als alleinige revolutionäre Arbeiterpartei versteht, die den „echten“ Sozialismus in Deutschland will.

3. Landesdelegiertentag des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen Anfang Juli

2010

Die straffe Parteiorganisation, ihr Selbstverständnis als elitäre und verschwörerische

Kaderpartei zeigt sich darin, dass Ort und Datum des 3. Landesdelegiertentags 2010

nicht bekannt gegeben wurden.

Wesentliche erst im Nachgang veröffentlichte Ergebnisse des Delegiertentags:

: Die MLPD prangert die Schließung der Zechen im Steinkohlebergbau bereits bis

2014 an und propagiert einen neuen „Massenkampf im Bergbau“.

: Sie sieht ferner „ihre Rolle als revolutionäre Kraft im Linkstrend […], sei es in Frauenarbeit, in Betrieb und Gewerkschaft, in der Umweltpolitik, in der Jugendarbeit

oder in der internationalen Arbeit“.

Der Landesvorsitzende und der Finanzverantwortliche wurden in ihren Ämtern bestä-

tigt. Gemeinsam sind sie mit einem weiteren Mitglied die Sprecher der 3. Landesleitung.

Kinder- und Jugendarbeit

Mit dem „Reader zur Einführung in die jugendpolitische Linie der MLPD“, herausgegeben im Oktober 2009 vom Vorsitzenden des parteinahen Verlages ‘Neuer Weg’, wird

die Rolle des Nachwuchses revolutionärer Kräfte für die Partei unterstrichen. Basierend auf zentralen Schlüsselbegriffen der Parteiarbeit (Kleinarbeit, Kritik-Selbstkritik)

sollen Kinder und Jugendliche so früh wie möglich im Sinne einer „proletarischen

Denkweise“ in Abgrenzung zur „kleinbürgerlichen Denkweise“ politisch sozialisiert und

zukünftige Generationen auf den Sozialismus/Kommunismus vorbereitet werden.

Mit der Kinderorganisation ‘Rotfüchse’ im Jugendverband ‘Rebell’ sollen bereits Kindern im Grundschulalter die kommunistischen Grundprinzipien vermittelt werden.

Sommercamps (in Thüringen) und internationale Pfingstjugendtreffen (zum 15. Mal in

2011 in Gelsenkirchen geplant) dienen neben sonstigen Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche dazu, das Bewusstsein einer klassenlosen Einheitsgesellschaft

attraktiv zu vermitteln.

Internationalismus

Vom 1. bis 3. Oktober 2010 fand in Düsseldorf der „9. Frauenpolitische Ratschlag“ mit

rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus über 30 Nationen statt. Die MLPD

beteiligte sich an der Organisation und betrieb Infostände. Nationaler Ausrichter war

der ‘Frauenverband Courage e.V.’ der MLPD, der für die Einbindung von Frauen in

den „revolutionären Prozess zur Schaffung einer gesellschaftspolitischen Alternative“

steht.

Mit Blick auf die für den 4. bis 8. März 2011 geplanten „Weltfrauenkonferenz der

Basisfrauen“ zum 100. internationalen Frauentag in Venezuela beteiligt sich ‘Courage

e.V.’ an der Formulierung und Bündelung frauenpolitischer Interessen auf internationaler Ebene, um die sozialistische Revolution auch international zu fördern.

Am 16. Oktober 2010 richtete die Partei im Anschluss an die „7. Herbstdemonstration

gegen die Regierung“ der von der MLPD unterstützten Montagsdemonstrationsbewegung in Berlin ein internationales Kulturfest aus. An dem Fest nahmen 2.500

Personen teil, darunter viele Mitglieder aus Nordrhein-Westfalen. Neben der MLPD

waren etwa 30 internationale Organisationen beteiligt. Das Kulturfest war Tribüne für

die Vorstellung der am 6. Oktober 2010 gegründeten ‘International Coordination of

Revolutionary Parties and Organizations’ (ICOR). Die ICOR ist ein Verbund von ca.

70 Gruppierungen, Organisationen und Parteien weltweit, der sich zum Ziel gesetzt

hat, die internationale proletarische Revolution durch ein politisches Netzwerk voran

zu bringen. Durch einen Informations- und Erfahrungsaustausch soll grenzüberschreitend die Solidarität innerhalb der Arbeiterklasse unter Nutzung moderner Kommunikationsmittel gestärkt werden. Initiator und Hauptkoordinator der ICOR ist der Vorsitzende der MLPD, Stefan Engel.

Fazit: MLPD bleibt politisch isoliert und bedeutungslos

Die MLPD engagiert sich auf kommunaler und internationaler Ebene. Im Sinne von

Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao versteht sie die Aufgabe, eine sozialistische

Alternative zum jetzigen politischen und gesellschaftlichen System zu schaffen, nicht

ausschließlich national, sondern international.

Der konspirative Umgang mit dem 3. Landesdelegiertentag zeigt beispielhaft den

Charakter einer als elitär verstandenen, mitunter verschwörerisch anmutenden Kaderpartei. Auch sind Rhetorik und Strategie der MLPD typisch für eine kommunistische

Partei: Man will nach einer Initialzündung branchen- und bewegungsübergreifend die

Massen in einen gemeinsamen Aufstand gegen die herrschenden Macht- und Eigentumsverhältnisse führen.

Kinder- und Jugendarbeit der Partei bzw. durch ihre Neben- und Vorfeldorganisationen dienen letztlich der Indoktrinierung und Instrumentalisierung, um junge Menschen

gleichgerichtet auf den revolutionären Umsturz und eine künftige sozialistisch-kommunistische Gesellschaft einzuschwören.

Die Partei ist im Ergebnis eine politisch kaum wahrnehmbare Splittergruppierung, die

bei Wahlen – sofern sie sich daran überhaupt beteiligt – keine politisch relevanten Ergebnisse erzielt. Ihre ideologische Formelhaftigkeit und der sektenähnliche Charakter

unterstreichen weiterhin ihre weitgehende Isolierung – sogar im linksextremistischen

Spektrum.

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Herten: “Südländer überfallen Rollstuhlfahrerin”

Polizei fahndet nach Tätern

Jugendliche klauen Handtasche einer Rollstuhlfahrerin

Von Martin Pyplatz am 21. August 2011 14:19

HERTEN-INNENSTADT. Es ist unglaublich. Zwei Jugendliche haben am Sonntagnachmittag in der Innenstadt einer älteren Rollstuhlfahrerin ihre auf dem Schoß liegende Handtasche gestohlen und sind dann mit der Beute in Richtung Ewaldstraße geflüchtet..

 Ein Polizeiwagen steht vor Sport Ules in der Innenstadt. Die Beamten sind ausgestiegen, um nach den Handtaschenräubern zu suchen. Foto: Martin Pylatz

Passiert ist das nach ersten Erkenntnissen kurz nach 14 Uhr in Höhe der Straße Fockenkamp. Nach ersten Angaben sollte es sich bei den Tätern um Kinder im Alter zwischen etwa 11 und 14 Jahren gehandelt haben. Jetzt ist bekannt, dass es sich um Jugendliche im Alter zwischen 17 und 18 Jahren handeln soll. Die Seniorin konnte den Diebstahl nicht verhindern. Die Polizei hat schon Minuten später eine Ringfahndung eingeleitet, ohne Erfolg.

Beide Täter haben südländisches Aussehen. Einer von ihnen trug zur Tatzeit ein blaukariertes Hemd und eine blaue Jeans, der andere Täter soll etwas korpulenter sein. Mögliche Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer             02361/550       entgegen.

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“WIR-Vorsitzende” Jutta Becker wendet sich in einer Stellungnahme an die “Hertener Allgemeine”:

Überfall auf Rollstuhlfahrerin:

“Ja, wo leben wir hier eigentlich?! Mit Entsetzen und Abscheu müssen wir Bürger aus der Presse erfahren, dass eine wehrlose Rollstuhlfahrerin beraubt wurde. Die Unsicherheit vieler Bürger steigert sich immer mehr durch solch ein skrupelloses Verhalten einiger Verbrecher und Lumpengesindel. Hier wird im Autohandel geschossen und mit Messern attackiert, Bürger werden im Backumer-Tal mehrfach überfallen. Eine Bande von Drogenhändlern fliegt auf, sowie das „Epi“-Zentrum“ der türkischen Wettmafia. Der Vergewaltiger vom Hertener Süden ist wahrscheinlich bis heute noch nicht gefunden worden. Das mulmige Gefühl vieler Menschen nimmt durch eigene, unangenehme Erfahrungen ständig zu. Viele Bürger trauen sich abends nicht mehr auf die Straße. Aber uns wird gebetsmühlenartig, besonders von der Polizeipräsidentin aus Recklinghausen und der Stadt vorgegaukelt, wie SICHER wir hier leben. Hoffentlich erwischt die Polizei diese kriminellen Räuber von der Rollstuhlfahrerin und eine drastische Strafe sollte umgehend verhängt werden Es ist seit Jahren ein unglaublicher Werteverfall zu beklagen und die Schönrederei sollte endlich aufhören. Es gibt Verkäuferinnen, die gar nicht über Überfälle sprechen dürfen”.

Jutta Becker

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Ist die Demokratie etwa im Urlaub?

In einem Kommentar des Ressortleiters der “Hertener Allgemeine” zeigt sich dieser besorgt, dass den “braunen” Besuchern der rechtspopulistischen Partei “Pro NRW” nicht genügend Widerstand geboten wird. “Pro NRW” hat angekündigt am 17. Sept. in Herten gegen den geplanten Moschee-Neubau der Ditib-Gemeinde zu demonstrieren.

Im letzten Treffen des Bündnisses für Demokratie, welches Aktionen gegen “Pro NRW” und für die Toleranz organisieren will, blieben jedoch viele Stühle unbesetzt. Vertreter aus der Mitte der Bevölkerung und der etablierten Parteien fehlten. Lediglich stark antifaschistische Aktivisten sagen nun wo es langgehen soll.

“Ein Stück weit muss man ihnen sogar dankbar sein. Welches Bild gäbe das Bündnis ab, wenn auch noch Linke und Marxisten im Urlaub wären”, so der Redakteur in seinem Kommentar:

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SPD will Denkmal für Einwanderer

Nachdem die Hertener SPD mittels eines ominösen “Runden Tisches” (s. Vorberichte) und mit ihrer Ratsmehrheit den Weg für einen “Ditib-Moschee-Neubau” geebnet hat, kommt nun ein Antrag auf den Tisch, im Stadtteil Langenbochum ein Denkmal für die Einwanderer zu errichten.

Die “Hertener Allgemeine” berichtet und startet dazu eine Internet-Umfrage:

Internet-Umfrage

SPD beantragt Denkmal für Einwanderer

Von Frank Bergmannshoff am 25. August 2011 15:27

HERTEN. Drei SPD-Ratsherren beantragen, den Langenbochumer Einwanderern ein Denkmal zu setzen. Die Hertener Allgemeine hat dazu eine Online-Umfrage geschaltet. Die meisten Teilnehmern können der SPD-Idee wenig abgewinnen.

Die SPD-Ratsherren Alexander Letzel, Michael Otta und Peter Heinrichs schlagen vor, dass zum Beispiel auf dem Zechengelände Schlägel & Eisen oder auf der Langenbochumer Kranzplatte ein Denkmal aufgestellt wird. Es soll an die vielen Einwanderer (Ostpreußen, Siebenbürgen, Türken usw.) erinnern, die den Stadtteil entscheiden geprägt und bereichert hätten.

- Für diese Idee sprechen sich bei unserer Internet-Umfrage bislang 11,7 Prozent der Teilnehmer aus.
- 13,8 Prozent meinen: Wenn schon ein Denkmal errichtet wird, dann für alle Einwanderer in Herten.
- Eine deutliche Mehrheit von 74,5 Prozent ist der Auffassung, dass ein Denkmal für Einwanderer grundsätzlich unnötig ist.

Stimmen Sie mit ab! Zur Umfrage gelangen Sie hier.

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Gabriel: Kein Rot-Rot im Bund

Haltung zur Mauer isoliert Linke

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SPD-Chef Sigmar Gabriel schloss ein rot-rotes Bündnis auf Bundesebene aus. Man dürfe über die “Verhöhnung” der Opfer des Mauerbaus” nicht hinwegsehen. Auslöser der Debatte war eine Erklärung von Linke-Politikern in Mecklenburg.

Im überregionalen Teil der Hertener Allgemeine wurde darauf hin eine Stellungnahme von Jutta Becker veröffentlicht.

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One-Way Ticket nach Nordkorea

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Aufgrund des Mauerbau-Desasters vor 50 Jahren und der linkslastigen Berichterstattungen in sämtlichen Medien, bezieht „WIR-Vorsitzende“ Jutta Becker Stellung. Selbst Lokalredaktionen wie die „Hertener Allgemeine“(HA), übertreffen sich in Lobhudeleien über das extrem Linke Spektrum. Da bangt der Ressortleiter der „HA“ um das „Bündnis für Demokratie“, welches im September gegen eine „Anti-Moschee-Demo“ antreten soll, um für ein nicht vorhandenes Miteinander der Kulturen in Herten zu demonstrieren.

Bericht der „HA“ vom 17.08.2011-Doppelter Einsatz gegen Rechts

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Arrest für Hertener Schläger

Von Frank Bergmannshoff und Werner von Braunschweig am 24. August 2011 18:41

HERTEN. Fassungslos, verständnislos, wütend – so reagieren viele unserer Leser auf die scheinbar milde Arrest-Strafe, die das Jugendschöffengericht gegen zwei Schläger (15/17) aus Herten verhängt hat. Was die meisten nicht wissen oder aber nicht nachvollziehen können: Vier Wochen Arrest gelten im deutschen Jugendstrafrecht als sehr gravierende Maßnahme.

Die 18-Jährige liegt hilflos am Boden. Einer der beiden Hertener holt mit dem Fuß aus, um ihr mit voller Wucht vor den Kopf zu treten. Dieses dramatische Foto stammt aus der Überwachungskamera des Busses. Foto: Privat

Zwei 15 und 17 Jahre alte Hertener hatten am 7. Juni am Recklinghäuser Busbahnhof eine 18-jährige Schülerin aus Oer-Erkenschwick mit brutalen Tritten gegen den Kopf schwer verletzt. Sie verlor mehrere Zähne und erlitt einen Bruch der Augenhöhle.

Das Jugendschöffengericht verhängte in nicht-öffentlicher Sitzung gegen beide Täter vier Wochen Dauerarrest. Der 15-Jährige muss zudem 100 Sozialstunden ableisten, der ältere 200 Stunden. Denn bei ihm flossen noch mehrere Straftaten ein, die er kürzlich in Marl begangen hatte. Dort hatte er nach Informationen unserer Zeitung Jacken „abgezogen“, also anderen gestohlen. Zusätzlich zu Arrest und Sozialstunden verpflichtete das Jugendschöffengericht die jungen Schläger noch dazu, ein Anti-Aggressions-Training zu absolvieren.

Vielen Menschen scheint dieses Urteil zu milde. Auch auf unserer Internet-Seite und in unserer „Facebook“-Präsenz kritisieren Leser das Urteil und das angeblich lasche deutsche Rechtssystem. Viele fordern, die Täter deutlich härter zu bestrafen und sie „in die Heimat“ abzuschieben. Was bei dem 15-Jährigen gar nicht denkbar ist, da er deutscher Staatsbürger ist.

Was viele Menschen ebenfalls nicht verstehen: Aktuell steht in Berlin ein 18-jähriger U-Bahn-Schläger vor Gericht. Er ist wegen versuchten Totschlags angeklagt, muss womöglich für bis zu zehn Jahre ins Gefängnis. Wie können die beiden Hertener da mit vier Wochen Arrest „davonkommen“?

Auf Nachfrage unserer Zeitung nimmt Oberstaatsanwalt Dr. Christian Kuhnert von der zuständigen Staatsanwaltschaft Bochum dazu Stellung. Neben der Art und Häufigkeit der Tritte ist es aus seiner Sicht von zentraler Bedeutung, dass es bei den Hertener Schlägern „nicht einmal ansatzweise Hinweise für eine Tötungsabsicht“ gegeben habe. Daher seien sie „nur“ wegen gefährlicher Körperverletzung (§ 224 Strafgesetzbuch) angeklagt worden. In der Anklageschrift waren dem Duo neben Beleidigungen – „Schwuchtel“ und „Willst Du uns einen blasen?“ – erstens „gemeinschaftliches“ Attackieren und zweitens Schläge und Tritte mit einem „gefährlichen Werkzeug“ (hier: Schuhe) vorgeworfen worden. Von einer „das Leben gefährdenden Behandlung“ (ebenfalls ein Merkmal, das aus einer einfachen eine gefährliche Körperverletzung macht) war ausdrücklich nicht die Rede.

Im Übrigen sei allen Beteiligten – Staatsanwalt, Richter, Jugendgerichtshilfe und sogar den Verteidigern – eines wichtig gewesen: Die Täter sollten möglichst schnell eine spürbare Strafe erhalten.

Dazu Oberstaatsanwalt Kuhnert: „Mit vier Wochen ist die laut Jugendstrafrecht höchstmögliche Arrest-Strafe verhängt worden. Diese müssen die Täter zeitnah absitzen.“ Über diesem Strafmaß, so Kuhnert, wäre „allenfalls eine Jugendhaftstrafe auf Bewährung“ denkbar gewesen. Im Klartext: Die Jugendlichen hätten dann zwar – formal betrachtet – eine höhere Strafe bekommen, wären aber faktisch auf freiem Fuß gebliebene. Denn aus einer Bewährungsstrafe wird erst dann eine „echte“ Haftstrafe, wenn sich der Täter erneut etwas zuschulden kommen lässt.

Vor diesem Hintergrund sahen Staatsanwalt, Richter, Verteidiger und Jugendgerichtshilfe in einer Arrest-Strafe, gepaart mit einer hohen Zahl von Sozialstunden und einem Anti-Aggressions-Training, einen „Warnschuss“, den die Täter nun hoffentlich hören.

Wer die Vorgeschichte der beiden kennt, mag daran allerdings Zweifel haben. So stand der 15-Jährige nach unseren Informationen bereits wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht, der 17-Jährige wegen einer Gewalttat, mehrfachen Diebstahls und Schwarzfahrens. Die letzten Verfahren endeten erst im April beziehungsweise im Mai.
Der 17-Jährige leistete sich sogar noch am Freitag vor dem jetzigen Prozesstermin einen Schock-Auftritt. Er versetzte die Schülerin, die nur langsam wieder Vertrauen in Busfahrten fasst, nach einem zufälligen Aufeinandertreffen im Bus erneut in Panik, Angst und Schrecken. Der 17-Jährige hatte telefonisch mehrere „Kollegen“ angerufen, die sich beim Aussteigen des Mädchens bedrohlich vor ihr aufgebaut haben sollen. Nachdem die 18-Jährige sich in eine nahe Bahnhofskneipe flüchten konnte, rannten die Jugendlichen weg.

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Ausweisen-einfach abschieben!

Die “Recklinghäuse Zeitung” berichtet über einen interessanten Fall von Transfer-Geld-Erschleichung. Ein heute 48 jähriger Syrer mit sieben Kindern, 2001 aus seinem Heimatland in Deutschland eingereist, besorgte sich aufgrund der politischen Situation falsche Papiere seines Urgroßvaters aus dem Irak und änderte seine Identität. Zehn Jahre lang erschlich er sich die milden Gaben des deutschen Sozialsystems. Nun aber, als guter Beobachter der politischen Entwicklung in seiner Heimat, sah Mohammed die Chance als politisch verfolgter Syrer, seine richtige Identität wieder zu erlangen. Das kippte auf.

Gericht verhängt drastische Strafe in Höhe von 600 €-zahlt diese Strafe auch das Sozialamt?

Gericht

Im Namen des Urgroßvaters

03. August 2011 14:22

RECKLINGHAUSEN. Weil er mehr als zehn Jahre offiziell unter dem Namen seines Ur-Opas gelebt, geschlafen und gehandelt hat, muss ein siebenfacher Vater aus Hillen 600 Euro Geldstrafe bezahlen. Das ergab jetzt ein Prozess am Amtsgericht.

Erst Syrer, dann Iraker und nun wieder Syrer: Der 48-jährige Mann war 2001 mit seiner Familie nach Deutschland eingereist. Nach der endgültigen Ablehnung seines Asylantrags im Mai 2002 griff der Vater in die illegale Trickkiste. Er besorgte sich falsche Papiere, auf denen er plötzlich den Namen seines irakischen Urgroßvaters trug. So wurde aus „Mohamed“ kurzerhand „Yusif“. Anschließend legte der 48-Jährige die neuen Dokumente bei den zuständigen Behörden vor und bekam regelmäßig eine offizielle Duldung für den Aufenthalt in Recklinghausen ausgestellt – 15 Mal nacheinander.

Erst zuletzt fiel der Namensschwindel auf. Und das auch nur per Zufall: Denn da hatte es sich der 48-Jährige plötzlich wieder anders überlegt und wollte seine hinterlegten – falschen – Daten ganz offiziell bereinigen. Möglicherweise keimte bei dem Mann durch die Meldungen über Unruhen in Syrien neue Hoffnung auf Asyl. Fakt ist: Er beschloss, aus „Yusif“ soll wieder „Mohamed“ werden. Da das natürlich nicht ging, ohne zuzugeben, dass er jahrelang unter einer falschen (irakischen) Identität gelebt hat, musste sich der Mann nun wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz vor dem Amtsgericht verantworten.

„Ich bereue das. Aber ich war damals gezwungen, falsche Angaben zu machen“, erinnerte sich der 48-Jährige. Angeblich habe man ihm erzählt, dass er bei Angabe seiner syrischen Identität so gut wie sicher abgeschoben werde. „Die Beweggründe mögen menschlich verständlich sein, aber die Angabe falscher Namen ist und bleibt eine Straftat“, hieß es im Urteil.

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